Stadt Plauen
Im Jahre 1122 wurde Plauen erstmals als "vicus plawe" erwähnt. Nachdem 1224 Plauen das Stadtrecht erhielt, drängte sich in den folgenden Jahrhunderten die Textilindustrie immer mehr in den Vordergrund der Stadt. So wurde im 15. Jahrhundert die Tuchmacherei und 1881 die erste Stickmaschine entwickelt. Daraus resultierte letztlich der Maschinenbau, welcher sich neben der Textilindustrie als zweiter großer Industriezweig in der Region etablierte. Als Folge dessen wurde Plauen Im Jahre 1602 die Hauptstadt des vogtländischen Kreises. Bevor Plauen 1945 im zweiten Weltkrieg zu 75% zerstört wurde, lebten bis zu 128.014 Menschen in der Stadt (Stand 1912).
Von Plauen - der Metropole des Vogtlands - gingen 1989 maßgebliche Impulse zur Einleitung der politischen Wende der ehem. DDR aus. Mittlerweile ist die seit 1907 kreisfreie Stadt Plauen um gut die Hälfte seiner damaligen Einwohner geschrumpft, jedoch noch immer weltweit bekannt für ihre "Plauener Spitze" sowie den Werkzeug- und Druckmaschinenbau.
Im Zuge einer Verwaltungsreform verlor die Stadt Plauen, ausgerechnet im 100. Jahr ihres Bestehend, nunmehr ihre Kreisfreiheit und wurde in den Vogtlandkreis intergriert.
Vogtlandkreis
Die vogtländische Wirtschafts-, Freizeit-, Kultur- und Bäderregion befindet sich im Vierländereck zwischen Sachsen, Bayern, Thüringen und Tschechien (Böhmen) und umschließt die Stadt Plauen vollständig. Derzeit leben etwas über 200.000 Menschen im Vogtlandkreis, auf einer Fläche von ca. 1.300 km².
Seit dem 8. Jhd. wird das Vogtland durch Slawen besiedelt. Das Vogtland leitet seinen Namen von den Vögten von Weida, Gera und Plauen her. Diese förderten im 12./13. Jhd. maßgeblich die deutsche bäuerliche Kolonisation im heutigen Vogtlandkreis.
Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten zählen u.a. die Göltzschtalbrücke, die Talsperre Pöhl mit dem Ferienzentrum "Vogtländische Schweiz", die Tropfsteinhöhle in Syrau, das obere Vogtland mit seinem Musikwinkel Markneukirchen / Klingenthal und dem Wintersportzentrum Mühlleiten.